Lea (Magdalena) Laux

Listenplatz 2 der Landesliste, Listenplatz 1 der Kreisliste Saarlouis

Vorname(n): Lea (Magdalena)
Nachname: Laux

Jahrgang: 1999
Alter: 18 Jahre

Wohnort: Losheim am See

Schulabschluss: Fachhochschulreife und auf dem Weg zum Abitur
Aktueller Beruf: Abiturientin

Frühere Parteimitgliedschaften: Keine
Mitgliedschaften in anderen politischen Organisationen: Gründungsmitglied der Jungen Piraten (seit 2016)
Mitglied in der Piratenpartei: seit 2015
Funktionen innerhalb der Partei/parteinahen Organisationen: Pressesprecherin des vKV Merzig-Wadern (seit 2016), stellvertretende Vorsitzende der Jungen Piraten (seit 2016)

Themenschwerpunkte: Bildungspolitik, Queerpolitik, Jugendpolitik, Netzpolitik

Demokratie lebt von Teilhabe. Nur mit freiem Zugang zu Bildung und Wissen können alle Menschen in vollem Umfang am öffentlichen Leben und am demokratischen Prozess teilnehmen. Das Bildungssystem darf nicht primär auf den Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Verwertbarkeit von Bildung ausgerichtet sein. Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die kompetent und kritisch ihr Leben und ihre Aufgaben meistern und sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind.

Für uns beginnt Bildung mit der Geburt. Alle Kinder individuell fördern, ungeachtet bestehender Unterschiede, ist für uns von zentraler Bedeutung auch im Hinblick auf die Inklusion. Aus unserer Sicht müssen Kitas und Krippen gebührenfrei, ganztägig und gut erreichbar sein. Kitas und Krippen in freier Trägerschaft müssen die gleiche Finanzierung erhalten wie staatliche Einrichtungen. Das Personal muss besser qualifiziert und besser bezahlt werden.

Wir unterstützen freie und offene Lehr- und Lernmaterialien. Bildungsmaterialien müssen frei zugänglich, frei kopierbar und bearbeitbar sein.

Alle Kinder und ihre Erziehungsberechtigten haben das Recht auf freie Wahl der entsprechenden Bildungseinrichtung. Jedes Kind soll wohnortnah und barrierefrei die Schule seiner Wahl besuchen können.

Wir müssen lebenslanges Lernen ermöglichen und fördern. Es muss sich an individuellen Lebensumständen orientieren und kostenfrei sein.

Wir fordern die strikte Trennung von Schule und Kirche. Religionsgemeinschaften dürfen keinen Einfluss auf Bildungsinhalte sowie die Schüler- und Personalauswahl haben.

Wir Piraten wollen Schüler auf das Leben in der digitalen Welt vorbereiten und sehen darin eine der größten Herausforderungen für die Landespolitik in den nächsten Jahren. Schlüsselkompetenzen wie Kreativität, Teamfähigkeit und Empathie werden an Bedeutung gewinnen und müssen vermittelt werden. Technische Fähigkeiten, Medienkompetenz und informatische Grundkenntnisse werden Faktoren sein, die elementar für das spätere Leben sein werden. Dafür brauchen wir gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer im Fach Informatik. Weiterhin wollen wir Piraten, dass Schüler schon durch Vermittlung von Medienkompetenz früh den kritischen Umgang mit Informationen erlernen, erklärt bekommen, wie man diese analysiert, aufbereitet und verwertet und insbesondere im Netz sensibel und sparsam mit den eigenen Daten umzugehen.

Die letzten Jahre haben bewiesen, dass G8 nur noch mehr Stress und Lernprobleme bedeutet. Schüler haben kaum mehr Freizeit. Schon in der Unterstufe wird teilweise Nachmittagsunterricht abgehalten. In den darauf folgenden Klassenstufen ist Nachmittagsunterricht die Regel. Dieser Stress, dem schon Kinder und Jugendliche ausgesetzt sind, ist absolut schädlich für die Charakterentwicklung. Schüler brauchen auch Freizeit, etwa um sich ehrenamtlich oder in Vereinen engagieren zu können. Daneben fehlt im Unterricht die Zeit zur Vertiefung von Themen und zur Vermittlung von Grundlagenwissen. Wichtige Inhalte können nur oberflächlich behandelt werden. Das Ergebnis sind unzureichende Fachkenntnisse. Auch bei einer im Auftrag des Elternvereins für schulische Bildung Saar durchgeführten Forsa-Umfrage sprachen sich 72% der Saarländer für eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium aus. Daher müssen wir dringend zu G9 zurückkehren, damit Kinder und Jugendliche endlich wieder die Zeit zum Lernen und zur Charakterentwicklung haben, die sie benötigen.

Im Bereich der Hochschulpolitik fordern wir Piraten die Abschaffung des Kooperationsverbotes sowie die endgültigen Abschaffung der Zweit- und Langzeitstudiengebühren. Durch die Aufhebung des Kooperationsverbotes könnte der Bund Hochschulen finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, was ihm mangels Zuständigkeit bislang untersagt ist. Weiterhin wollen wir zur Finanzierung der Universität eine gesetzliche Verankerung der Kompensationsmittel und einen vollständigen Inflations- und Tarifausgleich durch das Land.
Wir Piraten fordern, dass Arbeiten, die mit öffentlichen Geldern gefördert werden, über Open Access wieder denen zur Verfügung gestellt werden, die durch Steuerzahlungen entscheidend zur Finanzierung beigetragen haben. Wissenschaftliche Veröffentlichungen, die vom Steuerzahler finanziert wurden, sollen im Wege einer Open Access-Strategie unentgeltlich über das Internet zugänglich gemacht werden.
Außerdem setzen wir auf den verstärkten Einsatz von Video- und Online-Vorlesungen. So können Studierende bequem von überall die Vorlesungen anschauen und wiederholen.
Wir wollen den „Master für alle“, also dass jeder Studierende an der Universität des Saarlandes auch einen zum Bachelor passenden Masterstudienplatz angeboten bekommt und Masterplätze nicht weiter streng limitiert und reglementiert sind. Hierzu soll die Universität die Etablierung des Masterabschlusses als Regelabschluss für die Studierenden anstreben.

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