Allgemein Pressemitteilung

Medienkompetenz vermitteln statt Verhaltensregeln

Nachdem ein Mitarbeiter der Staatskanzlei auf Facebook rechtspopulistische Beiträge geteilt hat, plant die Landesregierung für die Beschäftigten in der Landesverwaltung den Erlass von Richtlinien und Verhaltensregeln zum Umgang mit sozialen Medien. Die Saar-Piraten sehen darin die Bestätigung, dass es an Medienkompetenz fehlt und fordern daher eine echte Bekämpfung der Ursachen statt einer oberflächlichen Symptombehandlung.

Der Spitzenkandidat zur Landtagswahl und Landesvorsitzende Gerd Rainer Weber erklärt den Standpunkt der Piraten: „Was wirklich nützt, ist die Vermittlung von Bildung im Bereich der sozialen Medien und Netzwerke zu fördern. Während die Internetnutzung für die junge Generation längst Alltag in Ausbildung, Beruf und Freizeit ist, predigt die Landesregierung weiterhin die von der Bundeskanzlerin geprägte „Das Internet ist Neuland“-Einstellung. Wir brauchen keinen strengen Verhaltenskodex, der vorschreibt, was in welcher Situation zu tun ist. Vorschriften gibt es schon genug. Außerdem ist es nicht möglich, auf jede spezielle Situation die passende Verhaltensregel bereit zu halten. Die Vermittlung von Kenntnissen im Umgang mit Medien und Technik ist hierbei wesentlich zielführender. Das trägt auch dazu bei, dass eine gewisse parteipolitische Neutralität gewahrt wird und sich die komplizierte Frage, ab wann bereits in die private Lebensführung der Beschäftigten eingegriffen wird, nicht stellt. Die Landesregierung sollte außerdem Medienkompetenz an Schulen gezielt fördern.“

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