Pressemitteilung

PIRATEN: Land soll Ausbildungsvergütung für Erzieherinnen und Erzieher zahlen

Die PIRATEN im Saarland wollen, dass angehende Erzieher im Saarland künftig bereits in ihrer Ausbildung bezahlt werden. Klaus Schummer, Landesvorsitzender der PIRATEN, sieht hierin mehr als nur ein Zeichen der Wertschätzung für einen ganzen Berufsstand und weist darauf hin, dass die Corona-Krise noch einmal deutlich gezeigt hat, welche gesellschaftliche Bedeutung Erzieherinnen und Erziehern zukommt:

„Der Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung lässt sich nur beseitigen, wenn man durch eine Ausbildungsvergütung für potenzielle Erzieherinnen und Erzieher finanzielle Anreize schafft. Es darf nicht sein, dass angehende Erzieher einen Zweitjob ausüben müssen, um ihren Lebensunterhalt überhaupt während der Ausbildung bestreiten zu können. Zudem müssen sie auch noch Ausbildungskosten teilweise selbst zahlen. Gerade die Corona-Krise hat deutlich aufgezeigt, wie wichtig dieser Berufsstand für unsere Gesellschaft und die Erziehung unserer Kinder ist. Ältere oder vorerkrankte Erzieher können den Beruf zur Zeit nicht ausüben da sie zur Risikogruppe zielen. So wird der Mangel an ausgebildeten Fachkräften im Bereich der frühkindlichen Erziehung immer größer. Da im Rahmen des Förderalismus Bildung und damit auch die Kinderbetreuung in KiTas, Krippen, Horten und Kindergärten Ländersache ist, könnte das Saarland Anreize durch eine vom Land gezahlte Ausbildungsvergütung schaffen, dass sich Menschen für diesen Berufszweig entscheiden und nicht wegen finanzieller Unsicherheit hiervon abgeschreckt werden. So kann die Zahl der notwendigen Erzieherinnen und Erzieher im Saarland sichergestellt werden und das Saarland könnte dafür sorgen, dass sich Interessenten für das Saarland entscheiden, wenn hierzulande, im Gegensatz zu anderen Bundesländern, eine angemessene Vergütung in der Ausbildung gezahlt wird.“

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