Pressemitteilung

PIRATEN: „Rasse“-Begriff in der Landesverfassung streichen

Black Lives Matter

Die PIRATEN im Saarland wollen den Begriff der „Rasse“ in der saarländischen Landesverfassung streichen. In der seiner aktuellen Fassung lautet Artikel 12 Absatz 3 des Verfassung des Saarlandes: „Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen, seiner sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Klaus Schummer, Landesvorsitzender der PIRATEN, sieht den Begriff der „Rasse“ als diskriminierend an und weist darauf hin, dass es für die Einteilung der Menschen in „Rassen“ auch keine wissenschaftliche Grundlage gibt:

„Die sogenannte „Rassenkunde“ bei Menschen wurde u.a. zum Wegbereiter der NS-Ideologie. Danach wurde verschiedenen Menschengruppen eine unterschiedliche Wertigkeit zugesprochen. Die Einteilung des Menschen diente in der ganzen Welt als moralische Rechtfertigung dafür, Gruppen von Menschen deren Menschsein abzusprechen, sie als minderwertig zu behandeln, ihnen sämtliche Rechte zu entziehen und sie sogar ungestraft töten zu dürfen. Biologen haben längst den wissenschaftlichen Beweis erbracht, dass es beim Menschen überhaupt keine Rassen gibt. Zu welch grausamen Taten die Vorstellung, Menschen in „Rassen“ einzuteilen und dies als Rechtfertigung zu nehmen, etwa Menschen mit anderer Hautfarbe als minderwertig anzusehen, zeigt aktuell der brutale und tödliche Polizeieinsatz gegen den Afroamerikaner George Floyd und die hiernach entstandenen Proteste der Black-Lives-Matter-Bewegung deutlich. Das Wort hat in unserer vielfältigen Gesellschaft nichts verloren. Der „Rasse“-Begriff fördert vielmehr sogar Rassismus in den Köpfen der Menschen. Daher könnte der Satz in der saarländischen Landesverfassung folgendermaßen lauten: „Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Sprache, seiner Heimat, seiner ethnischen und sozialen Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen, seiner sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden.“

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