Allgemein Pressemitteilung

Piraten wollen Nahverkehr 2.0 – „Nicht nur reden, sondern handeln!“

Mit dem fahrscheinlosen ÖPNV raus aus dem „Modemzeitalter“

Gerd Rainer Weber, Landesvorsitzender der Piraten im Saarland, freut sich über die überraschende parteiübergreifende Unterstützung der Landräte Patrick Lauer (SPD) und Udo Recktenwald (CDU) beim Thema fahrscheinloser ÖPNV. Gleichzeitig fordert er beide auf, nicht nur darüber zu reden, sondern sich als Aufgabenträger bei der Landesregierung für eine schnelle Umsetzung dieser verkehrspolitischen Revolution stark zu machen:

„Ähnlich wie man das von Internetanbietern kennt, wollen wir eine Nahverkehrs-Flatrate. Soll heißen, einmal im Monat eine Abgabe zahlen und sooft und soweit im Saarland fahren, wie man will. Nach unserer Vorstellung von einem fahrscheinlosen ÖPNV zahlt jeder Bürger über 18 Jahren eine Abgabe von 20 Euro und darf dafür alle Busse und Bahnen im Land unbegrenzt nutzen. So werden nebenbei auch noch Familien finanziell entlastet, die zur Zeit teure Tickets für ihre schulpflichtigen Kinder kaufen müssen.

Denn eins ist doch ganz klar: Der Öffentliche Personennahverkehr trägt sich nicht alleine durch die Einnahmen aus dem Ticketverkauf und muss in erheblichem Maße mit Steuergeldern subventioniert werden. Wir brauchen neue, innovative Finanzierungs- und Verkehrskonzepte. Hierzu zählt neben einer neuen Tarifstruktur auch ein zukunftsfähiger Mobilitätsmix. Automatisierung und autonomes Fahrens werden in den nächsten Jahren unser Verkehrsbild prägen. Hierdurch kann sowohl die Verfügbarkeit als auch die Taktrate im ÖPNV deutlich verbessert und erhöht werden. So könnte man sich dann auch beispielsweise im ländlichen Raum jederzeit ein Verkehrsmittel per Klick in einer App bestellen, wann und wo man es braucht.

Das Saarland muss nun auch im Rahmen des sich derzeit in Beratungen befindlichen ÖPNV-Gesetzes und des dringend notwendigen neuen Verkehrsentwicklungsplans die Chance nutzen, vom veralteten Wabensystem weg zu kommen und deutschlandweit Vorreiter im Bereich Nahverkehr zu werden“, fordert Weber abschließend.

2 Kommentare zu “Piraten wollen Nahverkehr 2.0 – „Nicht nur reden, sondern handeln!“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    bitte teilen Sie mir mit, ob auch Sie sich für die Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Homburg und Zweibrücken mit den saarländischen Haltepunkten Beeden, Schwarzenacker und Einöd einsetzen. Es kann m. E. nicht sein, dass die bis Homburg fahrende S-Bahn dort fast eine Stunde „steht“, während die von mir angesprochene kurze Strecke mit 4 Bahnhaltepunkten „abgehängt“ ist. Viele Bürger und Bürgerinnen der Region vertreten inzwischen die Meinung, dass die Verhaltsweise von Frau Ministerin Anke Rehlinger in dieser Sache absolut nicht zu verstehen ist obwohl entsprechende Mittel zur Verfügung stehen und auch das Land Rheinland-Pfalz sich an den Kosten beteiligt. In Erwartung Ihrer Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen Bernhard Endres
    E-Mail: endres-bernd@t-online.de

  2. Hallo Herr Endres,

    vielen Dank für Ihre Nachfrage. Ja, wir setzen uns für die Reaktivierung dieser Bahnstrecke ein, weil sie ein wichtiger Bestandteil zum Lückenschluss ist, vorhandene Infrastruktur ertüchtigt werden kann und damit die Mobilitätsmöglichkeiten für alle potenziellen Nutzen erhöht werden. Wir wollen keine Regionen abhängen, im Gegenteil. Wir wollen ein flächendeckendes und möglichst zusammenhängendes Schienennetz, dass möglichst alle Orte miteinander verbindet. Zur Finanzierung der Kosten des Ausbaus setzen wir weiterhin auf unser Konzept des abgabenfinanzierten fahrscheinlosen ÖPNV.

    Mit freundlichen Grüßen

    Die Piratenpartei Saarland

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